Heute ist dieser Gedanke die olympische Idee aller fünf Kontinente. Wie wir wissen, brennt aber auch die olympische Flamme nicht ohne Schwierigkeiten. So wurden die Ballspiele auch im Sokol lange Zeit nicht geduldet. Verbote waren an der Tagesordnung. Die damalige Körpererziehung durfte durch die sogenannten moderne Sportarten nicht beschmutzt werden. Die Jugend aber entstieg dem dunklen Turnsaal und ging auf den Sportplatz, an die Sonne. Erst dieser gewagte Schritt in die Natur ermöglichte die Ausbreitung der Sportspiele und somit auch die Popularisierung des Volleyball.
Volleyball wird bei Sokol V bereits seit 1926 betrieben. Seit der Gründung des Österreichischen Volleyballverbandes im Jahre 1953 gehört Sokol diesem an. Auch einige Sokol V- Funktionäre stellten sich schon in der Gründerzeit dem ÖVV zur Verfügung; so wurde Jaroslav Soukup erster Schiedsrichterobmann.
Die ersten Erfolge erreichte die Damenmannschaft, welche in den Jahren 1953-59 siebenmal die Wiener Meisterschaft gewinnen konnte. Stütze der Mannschaft war damals die oftmalige Auswahlspielerin Helene Stanek.
Nach einem 12-jährigen Tief (1958 Abstieg in die 2. Klasse) gelang bei den Herren erst 1970 mit dem Aufstieg in die oberste Wiener Spielklasse der Durchbruch. Die Damen um Nationalspielerin Liesl Culek rangierten in dieser Zeit im Mittelfeld der 1. Klasse.
1972 gewann die männliche Jugend die Wiener Meisterschaft und beim Großen Preis der Stadt Wien war die junge 1. Herrenmannschaft die Überraschung: 5. Platz nach einem Sieg über den Nationalligaverein ESV Pradl.
1973 wurden die Herren mit nur einer Niederlage Wiener Meister und konnten so in die Nationalliga aufsteigen, deren erste Saison sie 1974 mit dem 3. Platz beendeten.
1975 errang die Mannschaft um Nationalspieler Roman Soukup, Anton Valenta, Ernst Kirisits sowie Hugo Kríz und Spielertrainer Helmut Nitsche aus Bratislava den zweiten Tabellenplatz und sicherte sich damit erstmals die Teilnahme am Europacup der Cupsieger. Nach einer unglücklichen Niederlage im türkischen Bursa gegen Sigorta Ankara schied die Mannschaft vorzeitig aus.
1975/ 76 war bisher die erfolgreichste Saison des Vereins:
1 österreichische Jugendmeister (weibliche Jugend)Einem Staatsmeistertitel (weibl. Jugend) folgten drei Wiener Meistertitel: beide Jugendmannschaften sowie die Damen. Die 2. Herrenmannschaft stieg in die Wiener Liga auf und schließlich wurde die 1. Mannschaft wieder 2. in der Nationalliga. Im Europacup konnte durch einen Sieg über Benfica Lissabon die 2. Runde erreicht werden, wo gegen Honvéd Budapest der Abschied erfolgte.
Die 1. Herrenmannschaft wurde 1977 wieder nur Kronprinz, doch errang die zweite Mannschaft den Wiener Meistertitel. Die Damen beendeten ihre erste Nationalligasaison auf dem Platz 4.